Grundsteinlegung für die neue Werkstatt der TLS
„Knapp 2300 Schüler zählt die Theodor-Litt-Schule (TLS). Viele lernen und werkeln im Rahmen ihrer dualen Ausbildung an der gewerblich-technischen Beruflichen Schule. Dazu zählt natürlich nicht nur stumpfes Sitzen im Klassenraum, sondern auch ein praktischer Teil. „Denn eine gewerblich-technische Ausbildung ohne Herstellen ist sinnlos“, erklärte der stellvertretende Schulleiter Richard Spanke. Dementsprechend wichtig sei auch das Gebäude, für das am Mittwoch, den 4.3.2026, der symbolische Grundstein verlegt wurde. Denn bis zum Schuljahr 2027/28 soll die TLS ein neues Werkstattgebäude bekommen.
Dabei hatte der Bau, der nun beständig in die Höhe wachsen soll, einen beachtlichen Vorlauf. Nach der Fertigstellung der Sanierungen im Hauptgebäude der TLS habe man geplant, auch den restlichen Bestand auf Vordermann zu bringen, wie Hochbaudezernentin Astrid Eibelshäuser bei ihrer Festrede erklärte. Doch schnell sei man auf das Problem gestoßen, dass die vorhandene Bausubstanz aus den 60er und 70er Jahren den hohen Ansprüchen einer modernen Berufsschule nicht mehr gerecht werden konnte. Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten waren die Gebäude nicht mehr sanierungsfähig. Also blieben nur Abriss und Neubau.
Aus einem Architekturwettbewerb ging schließlich der Entwurf des Darmstädter Büros „Waechter+Waechter“ hervor, das mit einer einfachen Holzbauweise ein „adaptierbares Netz“ ohne graue Flure, aber dafür mit zahlreichen lichtdurchfluteten Begegnungs- und Kommunikationsräumen schaffen will. „So offen wie möglich, um ein innovatives Lernen zu fördern“, betonte Architekt Felix Waechter. Als Kostenpunkt sind im Projektbeschluss der Stadtverordneten 21 Millionen Euro veranschlagt. Ein bis zu siebenstelliger Betrag davon könnte durch eine Förderung nach dem Hessischen Energiegesetz getragen werden.“
